Ein Nasdaq-100-ETF bildet die 100 grössten Nicht-Finanzunternehmen ab, die an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert sind. Mit einem einzigen Wertpapier sind Anlegerinnen und Anleger so an Konzernen wie Apple, Microsoft, Nvidia oder Amazon beteiligt. In diesem Ratgeber erklären wir den Aufbau verständlich, vergleichen die wichtigsten Auswahlkriterien und ordnen Chancen und Risiken für 2026 ein.
Was der Nasdaq-100-Index abbildet
Der Nasdaq 100 ist ein Aktienindex, der die 100 grössten Unternehmen der Nasdaq-Börse ausserhalb des Finanzsektors umfasst. Im Gegensatz zum breiten S&P 500 liegt der Schwerpunkt klar auf Technologie. Ein ETF, also ein börsengehandelter Indexfonds, kauft die enthaltenen Aktien im selben Verhältnis und folgt dem Index damit nahezu eins zu eins.
Für viele Privatanleger ist das attraktiv, weil sie mit einem Kauf breit in den Tech-Sektor investieren, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen. Die Gewichtung richtet sich nach dem Börsenwert, weshalb die grössten Konzerne den Index dominieren.
Aufbau und Branchen im Überblick
Chancen und Risiken
Die grosse Chance liegt im Wachstum der Technologiebranche. Über lange Zeiträume hat der Nasdaq 100 viele andere Indizes übertroffen. Dem steht ein klares Risiko gegenüber, das Klumpenrisiko. Weil wenige Grosskonzerne den Index dominieren, fällt der Kurs überdurchschnittlich, wenn der Tech-Sektor schwächelt.
Die Zahlen zeigen die Dynamik. Laut dem Branchenverband ETFGI verwaltete die globale ETF-Branche Ende 2024 ein Rekordvolumen von über 14 Billionen US-Dollar. Und laut Daten der Deutschen Bundesbank besassen 2024 rund 6,8 Millionen Menschen in Deutschland einen ETF-Sparplan, ein Vielfaches gegenüber 2019. Tech-Indizes wie der Nasdaq 100 zählen dabei zu den gefragtesten Bausteinen.
Worauf Sie bei der Auswahl achten
| Kriterium | Worauf achten |
|---|---|
| Kostenquote (TER) | Je niedriger, desto besser – oft 0,2 bis 0,5 % pro Jahr |
| Replikationsart | Physisch (kauft Aktien) oder synthetisch (über Swap) |
| Ausschüttung | Thesaurierend (wieder anlegen) oder ausschüttend |
| Fondsgrösse | Grössere Fonds sind meist liquider und stabiler |
Wer breiter streuen will, kombiniert einen Tech-Index gerne mit anderen Bausteinen. Mehr zu einkommensorientierten Varianten lesen Sie im Beitrag unseren Dividenden-ETF-Ratgeber. Und wer Wachstumschancen ausserhalb der USA sucht, findet im Ratgeber Schwellenländer-ETFs einen guten Einstieg.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Kurse können steigen und fallen.
Häufige Fragen zum Nasdaq-100-ETF
Ist ein Nasdaq-100-ETF für Einsteiger geeignet?
Grundsätzlich ja, weil er einfach zu kaufen ist. Wegen der starken Tech-Konzentration sollte er aber nicht das einzige Investment sein, sondern Teil eines breiteren Portfolios.
Wie unterscheidet sich der Nasdaq 100 vom S&P 500?
Der S&P 500 enthält 500 US-Unternehmen aus allen Branchen, der Nasdaq 100 nur 100 und ohne Finanzwerte. Dadurch ist der Nasdaq 100 deutlich technologielastiger und schwankt stärker.
Brauche ich viel Geld für den Einstieg?
Nein. Über einen Sparplan sind oft schon kleine Beträge ab etwa 25 Euro im Monat möglich.
Fazit
Ein Nasdaq-100-ETF ist eine einfache Möglichkeit, mit einem Kauf breit in die grössten Technologiekonzerne zu investieren. Die langfristigen Renditechancen sind hoch, das Klumpenrisiko aber ebenfalls. Wer Kostenquote, Replikation und Streuung im Blick behält und den Index als Baustein statt als Gesamtdepot versteht, nutzt 2026 ein starkes Werkzeug für den Vermögensaufbau.
Wer über den breiten Tech-Index hinaus auf ein einzelnes Zukunftsthema setzen will, sollte zuvor den Beitrag Quantencomputer-Aktien lesen.
